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Ansichtskarte Erster Weltkrieg [ Permalink ]

Kategorie: Erster Weltkrieg
Schlagworte: Gedichte, Militaria, Künstlerkarten, Soldaten, Gräber, Erster Weltkrieg, Feldpost, Propaganda, Westfront, Sachsen

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>>> Artikel-Nr. P 14003 <<<

Zustand: untere rechte Ecke beschädigt, Ecken leicht bestoßen, oberer Rand leicht berieben, Karte etwas verschmutzt

farbige Künstlerkarte – Soldat mit Gewehr bei Mondschein, daneben Grab mit Geist eines Soldaten

Preis: 5,00 €
(umsatzsteuerfrei gem. § 19 UStG)

– Details –

Jahr: ca. 1915

Status: gelaufen ohne Briefmarke (Feldpost), 1916

Beschriftung vorne: Höhe Hundertundacht (Zu Felde gedichtet): Schlamm und Fels, und Fels und Schlamm / Gewühlter Graben, geschichteter Damm / Vom Regen zerpeitscht, von Geschossen umsaust, / Von Donnern umbrüllt, vom Sturme umbraust, / über grauem Getrümmer graue Nacht, / Das ist die Höhe Einhundertundacht! / Dort klingt keines Vogels Liedergetön, / Nur schreiende Wut und Schmerzgestöhn, / Und statt des Mohns, der in Ähren loht, / Glühn andere Blumen so blutigrot, / Glühn andere Blumen früh und spät, / Die keines Menschen Sichel mäht. / Ein Ort, da die Ressel des Hasses gedeiht, / Und ist uns Sachsen dennoch geweiht. / Wir hüten den Ort wie Heim und Haus / Und gehen nicht raus. / Wir haben uns Monate drum gerauft, / Mit Blut sie gewonnen, mit Blut sie getauft; / Um Sachsens Ehre geht's heut. Gebt acht, / Wir halten sie jetzt, die Höhe Hundertundacht! – / Zuweilen, wenn Abend zu Nacht verrinnt, / Um die Höhe ein Wunderzeichen sich spinnt, / Haben erzene Mäuler sich heiter gebrüllt, / Hat Nebel den Hühel in Schleier gehüllt, / Und zünden die Sterne ihr bleiches Licht, / Wird Wachen und Posten ein seltsam Gesicht: / Denkt einer halb träumend an Heim und Herd, / An alles, was ihm so fern und so wert, / Möcht' ihm entgleiten der Waffe Schaft, / Und würd' er am liebsten vom Schlummer entrafft – / Da hebt es sich leise aus Gräbern hervor, / Die toten Kameraden steigen empor. / Sie huschen und hasten die Höhe entlang, / Sie beugen sich über des Grabens Hang, / Und der Toten Mund zu Lebenden spricht: / Kameraden, träumet und schlafet nicht! / Der Franzmann drüben lauert und wacht, / Wir fänden nicht Ruhe in Grabesnacht, / Wenn eines Tages verloren ging / Aus dem Reif, in dem sich Frankreich fing, / Aus der Kette, die wir gespannt, / Eines Ringes Breite blutheiliges Land! – / Und der Träumer fährt sich über die Stirn, / Ihm strafft sich der Arm, frisch wird sein Hirn. / Er schaut den Toten ins Angesicht / Und fürchtet sich nicht. / Gibt Antwort, laut, daß der Franzmann es hört: / Ihr toten Kameraden, schlaft ungestört! / Laßt sie nur kommen an! / Sachsen stehn hier. Mann für Mann. / Und wären's zehn auf einen, gebt acht, / Wir halten sie doch die Höhe Hundertundacht! // a. d. Dr. Anz: G. v. d. Gabelens

Beschriftung hinten: Postkarte, Feldpostkarte, Abs: …, Druck u. Verlag v. Felix Grosser, Dresden-A. 1

Stempel: K. D. Feldpoststation, * Nr. 88 *, 25.9.16. 2–3N; S. D. Rekruten-Dep., 32. Inf.-Div., XII. Armeekorps, 4. Komp.

Hinweis:
Verkauf gegen Vorkasse, kein Ansichtsversand!
Bei einfachen Ansichtskarten: Schutzhülle im Preis enthalten.

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